Investieren, wo keiner wollte

Der Wohnungsmarkt ist derzeit so angespannt, dass die Gegenden, die von Investoren früher links liegen gelassen wurden, nunmehr größere Beachtung finden – nämlich Standorte mit schlechter Bevölkerungsprognose. Dort zählt allerdings der Preis, und die Käufer sind sich sicher, dass sich über diesen auch schlechtere Objekte verkaufen lassen. Aufgrund des Anlagedrucks und der Renditeziele greifen zunehmend mehr Akteure in diesen Städten zu.
Core-Produkte in A- und B-Städten sind kaum mehr zu bekommen – und wenn, dann zu überteuerten Preisen. In der Liste der stärksten Wohninvestmentmärkte 2017 taucht daher bei JLL hinter Berlin, Hamburg und Düsseldorf ein Neuling auf: das Ruhrgebiet. Rund 650 Millionen Euro sollen 2017 im „Pott“ für Wohninvestments ausgegeben worden sein, 21 Prozent mehr als im Jahr davor. JLL geht davon aus, dass eine weitere Steigerung noch möglich ist. Auch in D-Städten wie Magdeburg flossen laut Savills rund 1,2 Milliarden Euro und damit 36 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. Aber in der Hauptstadt des Landes Sachsen-Anhalt sind die demografischen Voraussetzungen besser, und die Stadt wird daher positiver als das Ruhrgebiet eingestuft.

Und bald aufs Land?

Was für viele Wohnungsinvestoren vor ein paar Jahren noch No-go-Area war, ist salonfähig geworden: Standorte mit nicht sonderlich guter Bevölkerungsprognose, allen voran das Ruhrgebiet. Mancher Marktakteur ist überzeugt: „Bei entsprechendem Prizing verkauft sich auch Rudis Resterampe.“

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