Kommt der Wohnungsmarkt stabil durch die Krise?

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Laut dem Wohnkostenreport des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat der Wohnungsmarkt gute Chancen, relativ stabil durch die Corona-Krise und den folgenden Wirtschaftseinbruch zu kommen. Die vorliegenden Daten reichen zwar nur bis Ende 2019, lassen aber dennoch Rückschlüsse auf das laufende Jahr zu.

Bei der Auswertung wurde nämlich verglichen, ob das Wohnen zur Miete oder das Wohnen im Eigentum günstiger ist. Dies ist nicht nur aus individueller Sicht eine wichtige Frage, sondern erlaubt auch Rückschlüsse auf die weitere Entwicklung des Wohnungsmarkts. Generell verdeutlicht der gewählte Wohnnutzerkostenansatz, dass weder bei den Mietkosten noch bei den Wohnkosten für Selbstnutzer eine Überbewertung vorliegt. Außerdem sind die Zinsen für Hypothekardarlehen gesunken.

Entsprechend ist das Rückschlagpotenzial für den Wohnungsmarkt auch begrenzt. Ein Crash mit einer Preisreduktion von mehr als 20 Prozent, wie er teilweise angenommen wird, ist aus Sicht des IW unwahrscheinlich.

Es herrscht aber ein Nord-Süd-Gefälle. Während im teuren Süden von Deutschland – vor allem in Bayern – die Risiken für Anpassungen in den Preisen für Wohnimmobilien sehr hoch sind, halten die Experten im Osten Deutschlands sogar Mietsteigerungen und auch Steigerungen bei den Kaufpreisen für wahrscheinlich.

WOHNKOSTENREPORT 2020 FÜR DEUTSCHLAND

Eine Analyse von Mieten und Wohnnutzerkosten für 401 Kreise

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