Blick in den Stadtteil – Kleinod im Süden

Zwickau ist mit rund 90.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Sachsen und feiert heuer das 900-jährige Bestehen. Trotz einer hohen Abwanderungswelle in den 1990er-Jahren hat der Landkreis Zwickau von allen sächsischen Landkreisen immer noch mit Abstand die höchste Einwohnerdichte. Die Chancen stehen gut, dass wir in Zwickau in den kommenden Jahren eine steigende Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt erleben werden. Ab 2019/20 sollen dort die vollelektrischen Fahrzeuge der Marke VW sowie laut Medienberichten auch der Marken Audi und Seat auf zwei Fertigungslinien produziert werden.

Dann könnte es vorbei sein mit den moderaten Immobilienpreisen, die nicht nur unter dem Deutschlandschnitt liegen, sondern auch unter dem des Bundeslandes Sachsen. Während einige ostdeutsche Städte ein rasantes Wachstum hingelegt haben, sind in Zwickau die Preise während der letzten beiden Jahre relativ stabil geblieben.

Die Durchschnittsmiete beträgt 5,28 Euro, und die teuersten Plätze finden sich in der Innenstadt bzw. im Stadtteil Schedewitz/Geinitzsiedlung. In der Innenstadt wird bei Wohnungen mit rund 2.500 Euro pro Quadratmeter der Spitzenwert erreicht, während der Preis im Schnitt bei knapp 900 Euro liegt. Aber wie gesagt: Das könnte sich ändern, wenn in Zwickau nur noch Elektromotoren vom Band rollen. Dann werden sich vermutlich auch noch weitere Unternehmen im Umfeld ansiedeln, damit weitere Arbeitsplätze schaffen – und die Wohnnachfrage ankurbeln.

Übrigens: Die Autoproduktion ist in Zwickau nicht neu: Die mehr als hundertjährige Tradition in der Automobilherstellung begann Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Gründung der Werke von Horch (1904) bzw. Audi (1909/1910) und wurde in den 1930er- und 1940er-Jahren von der Auto Union und während der DDR-Zeit von den Sachsenring-Werken weitergeführt.



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