Berlin: Veränderungen nach Ende des Mietendeckels

Der Mietendeckel ist aufgehoben und brachte einen Ruck in den Wohnungsmarkt der Bundeshauptstadt. Das Angebot an Mietwohnungen stieg innerhalb kürzester Zeit um rund neun Prozent, allerdings zogen auch die Angebotsmieten an. Dies geht aus dem Wohnbarometer des Immobilienportals Immoscout24 hervor. Teilweise gab es bei den Mietwohnungen mit Fertigstellung vor 2014, die ja vom Mietendeckel betroffen waren, eine Steigerung um 20,5 Prozent. Das Ende des Mietendeckels bringt auf jeden Fall mehr Wohnungen auf den Markt, kurbelt allerdings die Preise auch wieder an. Die Situation in Berlin, hat das Thema „Wohnen“ wieder in den Fokus gerückt. Eine Studie des DIW Berlin veranschaulicht, dass der Mietendeckel zwar einigen geholfen hat, weniger Miete zu zahlen, aber dabei handelte es sich in vielen Fällen um Besserverdienende. Die Studie macht zudem deutlich, dass der Mietendeckel zu einer starken Verknappung des Angebots geführt hat – seit seiner Einführung wurden nur noch halb so viele Wohnungen angeboten. Das zeigt, dass die in den vergangenen Jahren durch die Mietpreissteigerungen am stärksten Betroffenen – nämlich junge Familien, Menschen mit geringen Einkommen oder diejenigen, die nach Berlin zogen – nicht nur nicht vom Mietendeckel profitierten, sondern sogar darunter litten. Letztendlich gibt es nur eine Lösung: mehr Angebot schaffen.

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